Dunja Kreiser erneut als Bundestagskandidatin nominiert
Die Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis 49 (Salzgitter-Wolfenbüttel) Dunja Kreiser hat sich auf der Wahlkreisdelegiertenkonferenz am (heutigen) Samstag gegen ihren Mitbewerber Michael Letter mit 85 zu 33 der Stimmen durchgesetzt und wurde somit als offizielle Kandidatin für die Bundestagswahl bestätigt. Diese wird aller Voraussicht nach am 23. Februar 2025 stattfinden.
Insgesamt 121 anwesende Delegierte waren aufgerufen, während der Konferenz im Hotel am See in Salzgitter-Lebenstedt einen Kandidaten bzw. eine Kandidatin zu nominieren. Beworben hatten sich der 63-jährige Michael Letter aus Salzgitter-Bad und die 53-jährige Dunja Kreiser aus Evessen, die letztlich die Mehrheit der Stimmen hinter sich vereinen konnte. Bereits vor drei Jahren gab es dasselbe Aufeinandertreffen der beiden Sozialdemokraten, bei dem sich Dunja Kreiser durchgesetzt hatte.
„Ich bin dankbar für das klare Votum der Delegierten. Bereits 2021 bin ich angetreten mit dem Ziel, die anstehenden Aufgaben, die es im Wahlkreis zu lösen gilt, über einen längeren Zeitraum zu begleiten. Ich freue mich auf einen kurzen, aber intensiven Wahlkampf mit der Unterstützung der Genossinnen und Genossen.“
Der Kandidatenwahl waren persönliche Bewerbungsreden beider Kandidaten sowie Grußworte von Braunschweigs Oberbürgermeister und Vorsitzenden des SPD-Bezirks Braunschweig, Thorsten Kornblum vorausgegangen. Auch ließ es sich Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, nicht nehmen, den Genossinnen und Genossen per Videobotschaft herzliche Grüße zu übermitteln.
Die SPD steht nach dem Scheitern der Regierungskoalition vor einem herausfordernden Wahlkampf, in dem es für die Sozialdemokraten auch darum geht, die Schwachen in unserer Gesellschaft nicht zu vergessen und für den Zusammenhalt einzustehen. Mit einer gestärkten Dunja Kreiser bereitet man sich innerhalb der SPD nun auf einen Wahlkampf vor, in dem es gilt, die besseren Antworten auf die aktuellen Herausforderungen zu geben.
Hier könnt ihr meine schriftliche Bewerbung an die Genossinnen und Genossen nachlesen:
Ich arbeite für unsere Heimatregion nun seit ziemlich genau drei Jahren im Deutschen Bundestag und habe, um es mit den Worten eines ehemaligen Fußballbundesligatrainers zu sagen, noch nicht fertig…
Deshalb bewerbe ich mich erneut bei Euch. Ich möchte bei der Bundestagswahl im Februar 2025 wieder als Kandidatin der SPD antreten und mit Eurer Hilfe und Unterstützung dazu beitragen, dass der Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel-Nordharz das bleibt, was er nun seit gut 70 Jahren ist: Eine Hochburg der Sozialdemokratie.
Wer mich kennt, der weiß: Ich mag Bewegung. Und ich mag es anzupacken, egal wo. Als Abwassermeisterin, als stellvertretende SPD-Landesvorsitzende, als ehrenamtliche Bürgermeisterin von Evessen, als direkt gewählte Abgeordnete, früher im Landtag, jetzt im Bundestag.
In Berlin bin ich stellvertretende innenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, zudem wasserpolitische Sprecherin im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Ich kann auf parlamentarischer Ebene an vielen für unsere Region relevanten Themen mitarbeiten und sie voranbringen.
Als SPD-Chefverhandlerin durfte ich das Online-Zugangs-Gesetz (OZG) mitgestalten. Das klingt sperrig, ist aber ein Meilenstein, denn mit diesem Gesetz versetzen wir die Kommunen endlich in die Lage, ihre Dienstleistungen nicht nur online anzubieten, sondern sie auch digital zu bearbeiten und damit alle Bürgerinnen und Bürger und auch die Mitarbeitenden in Ämtern und Behörden sehr zu entlasten. Ich halte das für einen echten Fortschritt und bin daher schon ein klein wenig stolz darauf, bei dieser Verhandlung dabei gewesen zu sein.
Ich möchte erneut für den Deutschen Bundestag kandidieren und für und mit Euch in Berlin arbeiten – als Kind der Region, als starke sozialdemokratische Frau mit einem inzwischen großen Erfahrungsschatz, als engagiertes Gewerkschaftsmitglied. Ich möchte den Weg, den wir gemeinsam beschritten haben, fortsetzen. Wir unterstützen die sozialen Einrichtungen, Bildungsträger und Vereine und Verbände in unserem Wahlkreis. Wir stehen im regelmäßigen Austausch mit allen relevanten Kräften.
Und natürlich besuchen wir die Firmen und Unternehmen. Wir haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Arbeitnehmenden, der Gewerkschaften und der Firmenchefs. Auch in kritischen Zeiten ein offenes Ohr zu haben, ist ein Markenzeichen der SPD. Ich hatte mich den – überwiegend – verständlichen Protesten der Landwirte gestellt und damit den Weg offen gehalten für neue, gemeinsame Projekte.
Ein funktionierendes Netzwerk mit vielen belastbaren Kontakten nach Hannover, Berlin oder Brüssel ist das Fundament dafür, sich mit aller Kraft für unsere Region und für den Erhalt der Arbeitsplätze erfolgreich einsetzen zu können.
Zusammen haben wir als Landes und Bundestagsabgeordnete für den Ausbau des Stichkanals in Salzgitter gekämpft. Die Salzgitter AG wird mit Fördermitteln „grünen Stahl“ produzieren. Für die energieintensiven Unternehmen in Langelsheim haben wir gemeinsam Lösungen der hohen Gas- und Strompreis-Problematik er arbeitet. Der Mittelstand und das Handwerk profitieren von der Innovationsförderung. Junge Menschen können durch Berufsförderungsprojekte in der Orientierung unterstützt werden.
Unser Flächenwahlkreis braucht eine moderne Infrastruktur, sonst gibt es keine gleichwertigen Lebensverhältnisse. Der Ausbau von Breitbandnetzen gehört dazu, die Mobilität ist vielerorts unzureichend und, dass wir die ärztliche Versorgung auf dem Land stärken müssen, ist für mich absolut notwendig. Mit der Schachtanlage Asse und dem “Endlager Konrad” haben wir, und das ist ein trauriges Alleinstellungsmerkmal unserer Heimatregion, zwei echte Sorgenkinder. Nach der Unterbrechung des Beteiligungsprozesses der Zivilgesellschaft um den Rückholungsprozess des Mülls aus der Asse und der Endlagerung in Schacht Konrad, sind noch viele Fragen und Forderungen offen. Ich habe nicht die Lösung in petto, aber klar ist, dass die Befürchtungen aller Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden müssen, sonst ist jeder Lösungsansatz zum Scheitern verurteilt. Die Einbindung aller Betroffenen ist unerlässlich.
Die Ampel ist in wirklich schwierigen weltpolitischen Zeiten sehr gut gestartet. Wir haben einen besonders zukunftsorientierten Koalitionsvertrag erstellt und vieles umgesetzt. Wir entlasten diejenigen, denen es nicht so gut geht, die Alleinerziehenden, die, die wenig Lohn haben, die Menschen mit Beeinträchtigungen. Wir haben den Mindestlohn eingeführt, das Kindergeld ist auf dem Höchststand, junge Menschen bekommen Unterstützung für ihre Berufsqualifizierung. Wir stellen die Bahninfrastruktur für die Zukunft auf und die Rente in Gesamtdeutschland ist inzwischen auf ein Niveau an gepasst und sichern die für die kommenden Generationen.
Ich habe mal nachgerechnet: Bis dato sind insgesamt über 682 Millionen Euro Bundesfördermittel (inklusive KfW-Mittel) in unsere Region geflossen, in Freibäder, Thermalsolebad, Hallenneubauten, Sportanlagen, in Integrationsförderung, Bürgertreffpunkte und die vielen Kleinprojekte.
Das sind alles gute Nachrichten, auch wenn Sie vielleicht im Bewusstsein vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht so richtig präsent sind. Und ich bin weder blind noch fehlerfrei – ich sehe natürlich, dass unsere Partei aktuell in schwierigem Fahrwasser ist. Zu schreiben, was und wer dafür verantwortlich ist, sprengt aber den Rahmen dieses Textes. Ich bin überzeugt: Unsere Partei ist stark, und das seit über 160 Jahren. Besser gesagt: Ihr seid stark, Euer Einsatz ist stark. Ihr seid unterwegs, diskutiert an den Ständen, organisiert tolle Veranstaltungen, stellt Euch den Extremisten von Rechts, zeigt Haltung und Anstand. Danke dafür!
Gerade heute brauchen wir diese Stärke, diesen Zusammenhalt so sehr. Wir wissen, wogegen wir antreten. Und wir wissen wofür. Wir machen die Demokratie stark, stehen für den sozialen Zusammenhalt und für gute Arbeit.
Mein Angebot, mich weiter für Euch, für unsere Region in Berlin einzusetzen, steht. »Ich packe an, was Euch bewegt«, gilt. Über Eure Unterstützung würde ich mich daher sehr freuen.
Vielen Dank, Glück auf!
Eure
Dunja
Hier das Schreiben zum Herunterladen: