Berlin. Im Rahmen des großen Sportempfangs der SPD-Bundestagsfraktion kamen am 4. November im Paul-Löbe-Haus in Berlin über 400 Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Politik und Ehrenamt zusammen, um über die Zukunft des deutschen Sports zu diskutieren. Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Dunja Kreiser für den Wahlkreis Wolfenbüttel, Salzgitter und Nordharz nutzte die Gelegenheit, um den Austausch zwischen regionalen Sportvertretern und der Bundespolitik zu fördern. Zu ihren Gästen zählten Daniel Seidel vom MTV Dettum, Klaus Dünwald vom MTV Wolfenbüttel, Alf Hesse vom FC Groß Döhren und der Vorsitzender des Kreissportbundes Salzgitter Clemens Löcke.
„2024 ist das Jahr des Sports,“ erklärte Dunja Kreiser und betonte die verbindende Kraft, die der Sport über soziale und kulturelle Unterschiede hinweg entfaltet. „Die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele in Paris haben Millionen begeistert und gezeigt, welche Bedeutung der Sport für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hat.“ Auch die für 2040 geplante Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in Deutschland sei ein bedeutendes Ziel, das sich nun konkretisiert. In diesem Zusammenhang entwickelt die Bundesregierung das erste umfassende Sportfördergesetz, das sowohl die Rahmenbedingungen für den Spitzensport als auch die Förderung des Breitensports nachhaltig stärken soll.
Eine zentrale Perspektive brachte Daniel Seidel vom MTV Dettum ein, der sich für die Möglichkeit bedankte, beim Sportempfang die Anliegen des Breitensports auf Bundesebene einzubringen. „Es war eine wertvolle Veranstaltung mit wichtigen Einblicken in die sportpolitische Entwicklung,“ so Seidel. Besonders hob er die Entlastung des Ehrenamts hervor: „Eine Entbürokratisierung der Steuererklärung würde die Ehrenamtlichen spürbar entlasten und ihnen ermöglichen, sich stärker auf die eigentliche Vereinsarbeit zu konzentrieren.“
Im Rahmen des Empfangs wurden zudem die Leistungen deutscher Spitzensportlerinnen und -sportler gewürdigt, die bei internationalen Wettbewerben herausragende Erfolge erzielen konnten. Clemens Löcke zeigte sich beeindruckt, dass viele Spitzenathletinnen und -athleten die Gelegenheit nutzten, um auf die Notwendigkeit einer fairen Entlohnung ihrer sportlichen Leistungen aufmerksam zu machen – ein Zeichen für den engen Zusammenhang von Breiten- und Spitzensport und eine wichtige Erinnerung an die Bedeutung des Ehrenamts, das die Basis für den Erfolg des deutschen Sports bildet. Klaus Dünwald hingegen wünscht sich vor allem mehr Sporträume. Der Zulauf im Kinder- und Jugendbereich wäre nach der Corona-Pandemie deutlich gestiegen und die vorhanden Sportraumkapazitäten seien unzureichend. Mit intelligenten Lösungen müsse man daher Sporträume entdecken und für den organisierten Sport zugänglich machen. Alf Hesse hingegen möchte wieder mehr Ehrenamtliche für den Sport gewinnen. Die Vereinsstruktur könne nur durch aktive Menschen gestärkt und erhalten bleiben.
Dunja Kreiser lobte den Abend als „ein starkes Zeichen für die Sportförderung in Deutschland und ein klares Bekenntnis zur Unterstützung der Ehrenamtlichen, die den deutschen Sport prägen.“ Besonders positiv hob sie hervor, dass Bundeskanzler Olaf Scholz sich intensiv Zeit nahm, um auch mit ihren Gästen über deren Anliegen zu sprechen und die Leistungen der Athletinnen und Athleten und Ehrenamtlichen zu würdigen.